Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Schwarzwald

Hotel Ochsen, Saig 2014

Was ich über das Tanne-Wirtshus bezüglich der Schwarzwald-Gemütlichkeit geschrieben habe, gilt uneingeschränkt auch für den Ochsen. Nur etwas anders und noch uriger. Allein schon das Äußere mit Dach vermittelt den Eindruck jahrhundertealter Tradition, wie es der Tourist sucht. Geht man nach innen, setzt sich dieses Empfinden fort.

 

Wir kennen den Ochsen noch aus dem alten Jahrtausend, weil ich dort mit meinem Vater, der ein ausgesprochener Wanderfreund und Schwarzwaldliebhaber war, öfter vorbei gekommen bin. Seinerzeit haben wir, von Lenzkirch-Kappel kommend, auch dort gegessen und es war schon damals etwas Besonderes.

 

Den Kontakt zum Ochsen habe ich 2012 wieder aufgenommen, weil ich auf der Suche nach der Bachforelle von Frau Stehle sehr nett beraten worden bin. Die Fliegenfischer-Stories sind auf dieser Seite nachzulesen. Die Adresse:

 

In einem Bächlein helle, Teil 2 und Teil 5

 

Im Ochsen gibt es keine Suiten, aber Zimmer mit Balkon, Sitzmöbeln und einem herrlichen Ausblick. Einen Kühlschrank für das nächtliche Bier, sowie einem kühlen Weißwein würde ich mir noch wünschen (keine Minibar). WLAN funktioniert nun im ganzen Haus. Familie Stehle hat im Altbau renoviert. Der Küchenbereich ist neu. Es gibt jetzt auch eine kleine Bar.

 

Gut, dass Hans Schlecht schon da war, mit dem ich am nächsten Morgen zu Fischen an der Gutach verabredet war, sonst hätte ich vielleicht das Schneckensüppchen nicht gegessen.

 

Badisches Schneckensüppchen

Halbe Avocado mit Garnelen Cocktail

Stangenspargel mit gekochtem Schinken und Käse überbacken

Geschmorte Kalbsbäckle i.n Burgundersauce und Spätzle

 

Alles richtig gewürzt und fein abgestimmt.

 

Freitag, 30. Mai

 

 

Ich begab mich zusammen mit Hans Schlecht an die Gutach. Anglerische Informationen siehe Bachforelle5.pdf.

 

Pilzbouillon mit Flädele

Kalbsniere in Salbeirahm und Spätzle

 

Marianne konnte zum zweiten Mal nacheinander dem Spargel nicht widerstehen. Das fiel auf.

 

Hans Schlecht war schon abgereist. Konnte mich somit bei den Suppen nicht beraten. Machte aber nichts, die Pilzbouillon war kräftig, wie es sein muss. Die ausgezeichneten Kalbsnieren wird Marianne nachkochen. Hat sie mir im Ochsen versprochen. Kann ja nicht jede Woche nach Saig kommen.

 

 

Samstag, 31. Mai

 

Um 09:30 befand ich mich schon allein am Parkplatz vor dem Einstieg in die Gutach. Der Mountainbiker, der das Rad aus seinem Pkw zusammensetzte, hat mich nicht gestört. Ich ihn wahrscheinlich auch nicht, er hat aber lange gebraucht, weil er mir ausdauernd dabei zusah, wie ich in meine Wathose einstieg. Kurz nach 16 Uhr war ich wieder im Hotel. Rechtzeitig, bevor Marianne ein Suchkommando zusammenstellte. Ich hatte ihr beim Wegfahren mitgeteilt, spätestens gegen 13 Uhr wieder da zu sein. Lies sich aber nicht machen, die Gutach hat mich festgehalten.

 

Schwarzwälter Forellen-Creme Suppe

Badisches Schnecken Süppchen

Rehsteak rosa gebraten, Schmorapfel, Spätzle

Hirschgoulasch mit Preiselbeerbirne, Spätzle

 

Sonntag, 1. Juni

 

Rücksturz nach Neuss. Erst die 150 km bis Neuweier, wo wir noch den bereits georderten Wein vom Weingut Schloss Neuweier mitnehmen wollten, der im Restaurant Röttele deponiert worden war. Unterwegs kamen wir durch Bad Peterstal. Unser Navi hatte uns wieder abenteuerliche Routen angeboten. Im Vorbeifahren glaube ich tatsächlich, eine Metzgerei sei offen. Also geparkt und zurück. Es war aber eine Konditorei. Mit einem ganz hervorragenden Angebot an Kuchen, wie wir ihn auch in der besten Konditorei in Düsseldorf und Neuss nicht bekommen. Ist einen Umweg wert. Dann kamen wir auch durch uns sehr bekannte Gebiete in der Ortenau und nahmen noch Erdbeeren und Kirschen mit. Zwischenzeitlich überlegten wir tatsächlich, ob wir noch im Raum Oberkirch/Waldulm übernachten sollten, genossen dann aber nur noch die Fahrt durch die Ortenauer Weinstraße, bevor wir uns auf die letzten 390km nach Neuss machten.

 

Heinz Elflein

12.06.2014

 

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