Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Nudelmaschinen

 

Nudelmaschinen in der Gastronomie sind wohl unentbehrliche Helfer. Weil es ein Mengenproblem ist. In manchen italienischen Restaurants – wir haben es im Piemont gesehen – macht man sie trotzdem mit der Hand.

 

In Privathaushalten sind sie normalerweise entbehrlich. Da reicht ein großes Nudelbrett und eine Hausfrau, die Großmutters Rezepte mag. Aber was heißt schon „normal“. Ich bin trotzdem auf das Angebot von Hagen Grote hereingefallen. Weil ich neben meiner erworbenen Eigenschaft als Schmecklecker auch einen Technikfreak in mir herum trage. Da konnte ich dem Angebot aus dem Katalog nicht lange widerstehen.

 

Wichtig war für mich, dass das Maschinchen nicht in China gefertigt wird. Philips lässt dort herstellen und hat mir schon diversen Elektronikschrott geliefert. Zuletzt meine Bierzapfanlage, die dem Dauerstress durch fortwährenden Gebrauch nicht gewachsen war. Deswegen kam die Philips-Pasta-Maschine trotz guter Kritiken nicht in Frage.

 

Der Pasta-Vollautomat von Hagen Grote stammt aus Schweden. Nennt sich „C3 scandinavian lifestyle“.

 

Wir hatten ihn nun bereits zum vierten Mal im Einsatz und ich möchte darüber berichten.

 

Maschinengebrauch

 

Also, es ist schon sehr wichtig, das richtige Mischungsverhältnis hinzubekommen, sonst macht es keine große Freude. Die Masse neigt zum Klumpen. Wenn die Mischung stimmt, sind die Nudeln in zehn Minuten fertig und man braucht in keiner Weise nachhelfen. Andernfalls schon.

 

Man sollte nur den richtigen Vorsatz, der die Nudeln formt, anbringen. Insofern macht die Bedienungsanleitung keine Freude. Als heißt es auszuprobieren.

 

Rezept für 4 Personen:

 

240 g Hartweizenmehl (muss man vermutlich schicken lassen)

2 Eier

2 TL Salz

2 EL Olivenöl

2 El kaltes Wasser

 

Das Mehl in die Knetkammer schütten, etwas Salz und Olivenöl direkt mit.

Die zweite Kammer muss durch den Einsatz noch abgeschottet sein.

Den Bügel festklemmen, damit die Maschine eingeschaltet werden kann.

Einschalten und auf „Start“ drücken, der Knetkebel fängt an zu kneten.

 

Wenn alles richtig durchgewalkt ist, kann man den Klumpen nach fünf Minuten per Hand herausheben und in die zweite Kammer legen.

 

Auf „Ausgabe“ (dritter Knopf) drücken. Die Transportspirale drückt den Teig nun nach draußen. Die Pastaform entscheidet, wie die Nudeln aussehen. Wenn die Konsistenz des Klumpens nicht optimal ist, muss man ihn mit dem Stopfer nach unten zur Spirale drücken. Das ist eine längere, elende Würgerei und man wünscht sich, dass es mechanisch maschinell unterstützt wird.

 

Anschließend die Pasta wie gewohnt in kochendes Wasser geben, wobei es von der Dicke der Nudeln abhängt, wie lange man es kochen lässt.

 

Ich muss zugeben, nach den ersten Würgereien das Bild aus meiner Kindheit vor Augen gehabt zu haben, wie Mutter mit dem großen Brett hantierte und anschließend den Teig rollte und die Nudeln mit dem Messer schnitt.

 

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass ich das auch noch einmal versuche.

Zunächst freue ich mich aber auf Mariannes selbt gemachte Rindfleischsuppe mit meinen selbst gemachten Nudeln.

 

Heinz Elflein

07.05.2017

 

Optimales Ergebnis mit optimaler Mischung
Schwarze Spaghetti mit Garnelen und Sepiatinte
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Heinz Elflein

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.