Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Sigi Zahns Spezialrezept

Unser guter Freund Sigi Zahn hat sich gemeldet und mir ein ganz besonderes Rezept für Tintenfische zugesandt. Aber bevor ich es Ihnen mitteile, ein paar Worte zu Sigi Zahn selber.

 

Er ist der bunteste Vogel unserer besonders lieben Freunde. Nicht nur weil er bunte Bilder malt, sondern auch wegen einiger besonderer Stationen seines Lebenslaufes. Die ich hier aus Platzmangel nicht komplett breit treten kann. Da müssen Sie halt etwas recherchieren. Obwohl und mit Verlaub, er sollte einen besseren Internet-Designer nehmen.

 

http://www.sigi-zahn.de/ 

 

Er hat schon neben Navajos in der Wüste gesessen, in der Sahara ist er auch gesichtet worden, falls sonst noch jemand da war. Ein Häuptling in Afrika hat geglaubt, Hitler würde noch leben. Ansonsten bemalt er Leinwände, ganze Wände würde ich ihm auch zutrauen. Aber er ist halt Künstler. Wenn es keine Wände sind, die Decke beim WDR in Köln, das Fresco, das Besuchern nicht gezeigt wird (weiß der Henker warum), stammt jedenfalls von ihm. Wer nun glaubt, der Begriff „Fresco“ habe etwas mit Kulinarik zu tun, weil er hier auf einer Kulinariksite surft, beweist  nur schlechte Allgemeinbildung. Tschuldigung.

 

Ein beliebtes Motiv einer seiner letzten Schaffensperioden sind Vögel und Fische. Mystische Bilder der Sagenwelten sind auch dabei, man muss es verstehen. Mein Versuch, ihn zur Aktmalerei zu bewegen, ist leider gescheitert. Hätte ihm ja dabei gerne Farben und Pinsel gereicht, wenn das Modell dabei ist. Habe aber ein Bild von ihm, wo sich ein Hirsch einer unbekleideten Dame nähert, im Wohnzimmer hängen. Was es eigentlich bedeuten soll, muss er mir gelegentlich noch mal erzählen. Dass ich es im Moment nicht sagen kann, ist Zeugnis meiner persönlichen Unvollkommenheit. Ein weiteres Bild mit Fischen und Vögeln hängt ein paar Meter weiter.

Sigi Zahn: Wendekreis des Krebses Sammlung Elflein

Da ist es kein Wunder, dass sich Sigi mit Fischen besonders auskennt. Denn er ist auch Angler. Wir haben gemeinsam in Düsseldorf einen Fliegenfischerkurs belegt und hinterher alles vergessen. Bis ich etliche Jahre später wieder angefangen habe (siehe auf dieser Site „In einem Bächlein helle“).

 

Sigi angelt nun in seiner neuen Heimat in Verchen. Hauptsächlich Hechte, wenn ich es richtig verstanden habe. Das nachstehende Rezept, wie man Tintenfische zubereitet, stammt aus seiner Zeit, als er mit seinem kleinen Schiff auf dem Mittelmeer unterwegs war. Zusammen mit seiner Frau, unserer lieben Freundin Gretl, die leider vor kurzem verstorben ist.

 

Aber jetzt habe ich Sie lange genug neugierig gemacht. Hier das Rezept:

 

Lieber Heinz,die Octopodi,Tintenfische und Sepien waren neben Bonitos und Brassen auf unserem Boot in Spanien und Griechenland die Hauptnahrungsquelle.Das Geheimnis der Octopuszubereitung liegt im Zerschlagen der Muskelstruktur- pro Kilo Gewicht 100x auf den Felsen knallen und anschließend so lange den Schleim wegreiben bis sich die Saugnäpfchen lösen. Dann schmeckt jede Zubereitung.Wir haben die Viecher zuerst mit Inselkräutern gekocht und dann zerschnitten mit viel Knofi in der Pfanne gebraten. Die Hafenlieger strömten häufig dem Duft nach und landeten dann vor unserem Minikutter.Wenn Du das nächste Mal einen fängst, probier das Rezept, es duftet wahnsinnig und schmeckt ebenso.
Gruß Sigi

 

Jetzt überlege ich, ob ich vor seinem demnächst anstehenden Besuch bei uns einen Octopus kaufen und mit ihm gemeinsam auf unserer Terrasse die Vorbereitung treffen soll. Mache mir nur Gedanken, was die Nachbarn davon halten, wenn da eine Krake hundertmal auf den Boden geschlagen wird.

 

Heinz Elflein

04.04.2017

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