Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Heißer Stein

 

An warmen Tagen sitzen wir gerne auf unserer Terrasse und grillen mit dem heißen Stein. Der heiße Stein ist aber kein heißer Stein, sondern sieht aus wie eine beschichtete Platte aus Blech. Das Zeug ist Tefal. Wenn das Grillgut nicht besonders dick ist, kommen wir damit gut zurecht. Es ist richtig kulinarisch-gemütlich.

 

 

Cloer ist eine Firma aus Arnsberg. Das liegt im Sauerland. Da sollte man meinen, das Gerät sei „Made in Germany“. Dem ist aber nicht so. Es ist Elektronik made in China. Mir fiel zunächst auf, dass das Gerät keinen Ausschalter hat. Man muss den Stecker ziehen. Das ist ein Hinweis auf fernöstliche Fertigung. Eine Nachfrage bei Cloer ergab, das Gerät sei in Arnsberg konstruiert worden und würde nach dem Bauplan der deutschen Ingenieure in China hergestellt.

 

Das halte ich nun für eine glatte Lüge. Kein Deutscher konstruiert ein elektronisches Gerät ohne Ausschalter.

 

Der heiße Stein von Cloer tut nach einigen Jahren Gebrauch immer noch seinen Dienst. Somit trifft das Nachfolgende im nächsten Absatz nicht auf das Cloer-Gerät zu. Was das Prüfsiegel „CE“ betrifft allerdings schon. Inzwischen gibt es ihn auch nicht mehr. Die momentan von Cloer angebotenen Geräte haben statt Tefal Naturstein. Der bricht allerdings oft. Im Internet habe ich nun Angebote gesehen für Geräte mit Ceran-Grillplatte. Eines von einem renommierten Hersteller für Profiküchen. Sieht auch noch sehr ansprechend aus. Weil ich keine Reklame machen will, nenne ich den Namen hier nicht. GP 1200 ist aber leicht zu finden.

 

Elektronik-Schrott aus China

Man kann ja heutzutage kaum noch Elektronik kaufen, die nicht in China hergestellt wird. Ich habe damit meine diversen Erfahrungen und spreche deshalb von Elektronik-Schrott.

 

Es begann mit einem Dampfreiniger, der nach dem ersten Gebrauch nicht mehr zu gebrauchen, sondern eine Gefahr für den Nutzer war. Verkauft von einem Händler am Bodensee. Made in China und selbstverständlich versehen mit dem CE-Prüfsiegel. Da habe ich Behördenversagen unterstellt und nachgeforscht, wer das Gerät geprüft und das Siegel aufgeklebt hat.

 

Die Antwort war sehr aufschlussreich. Es war eine englische Firma, die mit den Prüfungen beauftragt war. Sie hat eine Zweigstelle in China und beschäftigt dort chinesisches Personal.

Seitdem habe ich für das Prüfsiegel nur ein müdes Lächeln übrig.

 

Der nächste Fall war eine Bierzapfanlage der Firma Philips. Von der Konzeption her hervorragend, ich hatte ständig gekühltes Fassbier im Hause. Die Anlage lief daher bei mir im Dauerbetrieb. Pro Woche ein Fünfliterfass. Natürlich kann man so ein Gerät nicht vom Strom nehmen, wenn man gerade kein Bier trinkt. Das Bier muss ja kühl bleiben. Das hat die Zapfanlage nicht ausgehalten. Die erste Anlage stellte nach einem halben Jahr den Betrieb ein. Was kostenlosen Umtausch durch Real nach sich zog. Hat aber nicht viel gebracht. Nach Ablauf der Garantie war das nächste Gerät kaputt. Elektronikfehler. Sie dürfen raten, wo das Gerät gebaut wurde, in Holland nicht.

 

Da dachte ich, ich schreibe doch mal das Management des „Herstellers“ an, der ja eigentlich nur Zwischenhändler ist, aber seinen einstmals guten Namen dafür hergibt und damit versaut. Den Supermanager persönlich. Habe natürlich keine Antwort erhalten. Was interessieren einen echten Supermanager schon seine eigenen Produkte, wenn er gerade darüber nachdenkt, wie er es anstellt, sich feuern zu lassen, um eine möglichst hohe Abfindung zu kassieren.

 

Ich weiß nicht, ob die Philips-Zapfanlage noch verkauft wird. Ich glaube es nicht, es interessiert mich aber auch nicht mehr. Es ist nur sicher, dass ich möglichst keinen Schrott aus China mehr kaufe, wenn ich es vermeiden kann.

 

Der Laptop, auf dem ich diesen Text schreibe, ist von ASUS. Während der Garantiezeit ist mir eine Taste entgegengefallen, weswegen der Laptop komplett ausgetauscht wurde, was mir vorher so nicht gesagt wurde. Mein komplettes System war damit weg. Wie gut, dass ich Datensicherungen vorrätig hatte. ASUS ist eine Firma in Taipeh, Republik China. Wie jedermann wissen sollte, ist es nicht die Volksrepublik China mit Hauptstadt Peking. Jetzt frage ich mich, warum unter dem Gerät „Made in China“ steht. Wie das AC-Zeichen dorthin gekommen ist, frage ich mich nicht mehr.

 

Meinen Desktop lasse ich mir von meinem Spezi Jürgen Hofrath zusammen bauen. Er ist damit eigentlich „Made in Düsseldorf“. Aber ich frage Jürgen besser nicht, wo die Einzelteile hergestellt wurden. Eigentlich wäre der Anlass da. Meine beiden letzten PC`s haben ihren Geist von einer zur anderen Sekunde aufgegeben. Elektronikfehler.

 

Heinz Elflein

07.08.2017

 

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