Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Krebserregendes Bier ?

Glyphosat: ein umstrittener Wirkstoff

Nachstehenden Artikel habe ich auszugsweise von der Internet-Seite T-Online kopiert.

 

Biersorte

gemessener Glyphosatwert

Augustiner Helles

0,46 Mikrogramm pro Liter

Franziskaner Weißbier

0,49 Mikrogramm pro Liter

Beck's Pils

0,50 Mikrogramm pro Liter

Bitburger Pils

0,55 Mikrogramm pro Liter

Paulaner Weißbier

0,66 Mikrogramm pro Liter

Erdinger Weißbier

2,92 Mikrogramm pro Liter

Krombacher Pils

2,99 Mikrogramm pro Liter

König Pilsner

3,35 Mikrogramm pro Liter

Oettinger Pils

3,86 Mikrogramm pro Liter

Veltins Pilsener

5,78 Mikrogramm pro Liter

Radeberger Pilsner

12,01 Mikrogramm pro Liter

Warsteiner Pils

20,73 Mikrogramm pro Liter

Jever Pils

23,04 Mikrogramm pro Liter

Hasseröder Pils

29,74 Mikrogramm pro Liter

 

Der Grenzwert für Trinkwasser wurde deutlich überschritten

Zum Vergleich: Der Grenzwert für Trinkwasser beläuft sich auf 0,1 Mikrogramm pro Liter, das heißt, selbst der niedrigste gemessene Wert liegt noch deutlich darüber. Für Bier gibt es aber keine Grenzwerte.

Bei krebserregenden Stoffen gibt es generell keine Untergrenze. Selbst geringste Mengen können gesundheitsschädigend wirken. Ihre Aufnahme sollte daher so weit wie möglich reduziert werden.

Entwarnung vom BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht keine Gefahr für die Gesundheit. Selbst die höchsten Werte von rund 30 Mikrogramm pro Liter seien so niedrig, dass die hieraus rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen mehr als 1000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltenden Aufnahmemengen, teilte das BfR auf Anfrage mit.

Umweltbundesamt: Belastung "nicht wünschenswert"

Marike Kolossa, Leiterin des Fachgebiets gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung im Umweltbundesamt, sagte dazu, da nach wie vor zwischen Experten nicht abschließend geklärt sei, ob Glyphosat Krebs beim Menschen erregen könne, sei eine Belastung des Menschen "nicht wünschenswert".

So wurde gemessen

Das Umweltinstitut hatte zunächst mit der sogenannten Elisa-Methode messen lassen, die zwar bei niedrigen Werten anspricht, aber nicht unumstritten ist. Die drei Biere mit Werten ab 20 Mikrogramm pro Liter waren mit der weniger sensiblen LC-MS/MS-Methode gegengecheckt worden, die Werte bestätigten sich. Mit der Elisa-Methode gemessene und dann mit der LC-MS/MS-Methode bestätigte höhere Werte können als nachgewiesen gewertet werden, sagte Kolossa. Sie berichtete auch, dass bei Studien mit Studenten in den vergangenen 15 Jahren die Belastung mit Glyphosat im Urin gestiegen sei.

Das Umweltinstitut München ist ein unabhängiger Verein, der nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl gegründet wurde und sich für gentechnikfreies Essen, für eine nachhaltige Energiewende, für den ökologischen Landbau und gegen Atomkraft einsetzt.

Glyphosat: ein umstrittener Wirkstoff

Glyphosat ist welt- und deutschlandweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Unkrautvernichtungsmitteln und das am weitesten verbreitete Pflanzengift. Der Hersteller Monsanto verdient daran Milliarden.

 

Ich weiß – offen gestanden – nicht so recht, was ich davon halten soll. Inwieweit soll man den Brauereien Schuldzuweisungen machen? Wie kommt das Zeug ins Bier? Wohl über den Hopfen. Der muss ja irgendwo wachsen.

 

Landwirtschaftsminister Schmidt – ein Mittelfranke – hat nun angekündigt, das Zeug für den Privatanwender zu verbieten. Landwirtschaftliche Betriebe dürfen weiter die Böden damit verseuchen.

 

Wenn ich die Liste genauer betrachte, kommt bei mir allerdings auch etwas Spott auf. „Krombacher Pils – mit Felsquellwasser gebraut“ lautet ein Werbespruch. Bei „Warsteiner“ wundert mich der Wert nicht. Mit dem Bier war schon mal etwas.

 

Ich trinke Kulmbacher Edelpils. Oder kleine Fläschchen „Tannenzäpfle“ aus dem Schwarzwald. Die Marken stehen nicht auf der Liste. Jetzt hoffe ich schwer, dass sie auch getestet wurden und unbelastet sind.

 

Heinz Elflein, 25.02.2016

 

Schuldzuweisungen

Braugerste, die importiert worden ist, soll es sein, meint der Deutsche Bauernverband. Aus Osteuropa, Frankreich, Dänemark und Südamerika. Es sei eine Frage des Preises, in NRW beispielsweise gäbe es genug Anbauflächen für Gerste. Laut NRW-Umweltminister Remmel habe man bereits 2014 geregelt, dass Glyphosat auf öffentlichen Freiflächen in NRW nicht mehr eingesetzt werden dürfe. Die Bundesregierung ignoriere jedoch die Einschätzung der WHO und wolle Glyphosat weiterhin zulassen.

 

Der Deutsche-Brauer-Bund bemerkt, beim Anbau von Braugerste sei Glyphosat nicht zugelassen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass Rückstände in Importware seien. Schuld sei die deutsche Landwirtschaft, die „allein nicht in der Lage ist, den Braugerstenbedarf zu decken“.

 

Das Problem für den Verbraucher ist, dass Glyphosat auch in anderen Lebensmitteln sein kann. Das hat allerdings Minister Schmidt im Interview mit dem Fernsehen ignoriert.

 

Da frage ich mich, ob die CDU/CSU mit ihrem Minister ein Lobbyist der großen Geldmacher ist.

 

Heinz Elflein

25.02.2016

 

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