Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Glyphosat an Olivenöl

Uralte Olivenwälder auf Korfu

 

Als wir in diesen Tagen mit Olivenöl, das wir von „unserem Griechen“ in Düsseldorf gekauft haben, etwas anbraten wollten, war plötzlich eine weißliche Flüssigkeit in der Pfanne, die uns fremd vorkam. Das Öl aus Kreta ist nun in der Lebensmittelkontrolle und wir werden sehen, wie das Ergebnis sein wird.

 

Dazu passte aber ein Artikel, den uns eine nahe Verwandte übergeben hat, die von unserem Bratpfannenergebnis gehört hat. Überschrift siehe oben.

 

Ich zitiere (Auszüge):
 

Gerade auf Korfu haben die gesunde Mittelmeerküche und der Olivenanbau eine sehr alte Tradition. Es gibt dunkle Olivenwälder mit uralten Bäumen, die kaum noch Licht bis auf den Boden durchlassen.

 

Doch, oh Schreck, was sehen wir viel zu häufig auf Korfu?

 

Korfu ist eine wunderbar grüne und fruchtbare Insel. Meine Frau und ich bewunderten die wunderschönen wilden Blumenteppiche im Frühjahr, die je nach Höhenlage in den Bergen mit anderen Wildblumen erfreuen.

 

Dass in den uralten, dunklen Olivenwäldern ohne Licht unter den großen Bäumen kaum etwas wächst, ist völlig natürlich. Doch warum ist das Gras in den Olivenhainen soweit das Auge reicht rotbraun verfärbt?

 

Ungefährlich“ und es kostet nichts … Also „viel hilft viel“ !

 

Ein Einheimischer klärte uns auf: Die Eigentümer der Olivenhaine brächten ihre Oliven in die Kooperative und erhielten im Gegenzug so viel Unkrautvernichtsmittel gratis, wie sie wollten. Damit spritzen sie dann flächendeckend alles tot, damit die Olivenernte mittels ausgelegter Plastiknetze möglichst einfach wird, denn Arbeitsstunden sind in der EU teuer. Man sagt ihnen, dass das Unkrautvertilgungsmittel ungefährlich und unbedenklich sei

 

Glyphosat – Wunderwaffe gegen Unkraut … und schädlich für Tiere und Menschen

 

Lange Zeit galt Glyphosatals ungefährlich und unbedenklich, ja es wurde sogar damit beworben, dass es insofern einen positiven Umwelteffekt habe, da dank Glyphosat geringere Mengen Pestizide ausgebracht würden.

Das es mit der Ungefährlichkeit von Glyphosat nicht so weit her ist, zeigen allerdings schon Studien im Jahre 1982. Im Jahre 2011 hat der NABU eine Zusammenfassung der verschiedenen Studien verfasst, deren erschreckende Ergebnisse nachgelesen werden können unter

 

http://www.nabu.de/themen/gentechnik/studien/13719.html

 

Sogar die Oliven sind belastet, denn durch den Kontakt mit dem Boden nehmen sie das Gift auf

 

Christian Sieke vom Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt am 20. Januar 2014 zur Sicherheit von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln:

Oliven-Früchte werden zur Ernte auf den Boden geschüttelt und können dort kontaminiert werden. Rückstände: < 0,05 mg/kg bis 0,93 mg/kg“

 

Wie viele Schafe und Ziegen sah ich auf unserer Reise auf Korfu inmitten von Olivenhainen. Ich möchte gar nicht wissen, wie belastet da dann die „gute“ Milch ist. Und der „gesunde“ Joghurt und der Käse….

 

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© Heinz Elflein

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