Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Brief an den Agrarminister

Auszug aus der Internet-Seite des Landwirtschaftsministers

 

Als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft bin ich mit ganz konkreten, existentiellen Aufgaben und Bedürfnissen der Menschen in unserem Land konfrontiert. Ich sehe mein Ministerium als Lebensministerium an, denn es ist nahe am Alltag der Menschen. Deshalb setze ich mich vor allem für eine gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, eine leistungsfähige und nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft und für starke ländliche Räume ein. Für den Respekt vor der Schöpfung zu arbeiten, ist mir ein besonderes Anliegen. 

 

http://www.christian-schmidt.de/index.php

Herrn Christian Schmidt

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

Ansbacher Str. 20b

91413 Neustadt a.d. Aisch

 

Telefax: 09161 / 87 68 83

 

Sehr geehrter Herr Schmidt,

 

nachdem ich mir vor einiger Zeit ein TV-Interview angesehen habe, wo Sie sich als Befürworter des Einsatzes von Glyphosat zu erkennen gegeben haben, habe ich gestern ein Artikel in der „Rheinischen Post“ mit der Überschrift „Agrarminister im Glyphosat-Streit Kritik an SPD“ gelesen.

 

Ich habe mit der SPD nichts am Hute, finde aber, sie verhält sich im Gegensatz zu Ihnen richtig.

 

Für die Bemerkung, die SPD würde nicht „auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse“ entscheiden, empfinde ich nur Hohn und Spott. Wer ist denn der Auftraggeber? Sagen Sie mir einen Gutachter, der dem Auftraggeber nicht das gewünschte Ergebnis liefert.

 

Der Zusatz „bei richtiger Anwendung“ ist in mehrfacher Hinsicht entlarvend. Einmal, weil Sie damit doch zugeben, dass das Zeug giftig ist. Darüber hinaus, weil Sie billigend in Kauf nehmen, dass bei falscher Anwendung womöglich Gesundheitsschäden entstehen können. Wie wollen Sie denn sicherstellen, dass die Anwender nicht absichtlich oder versehentlich überdosieren? Ich gebe Ihnen dazu auch schon die Antwort: Sie können es nicht und denken auch gar nicht daran.

 

Da frage ich mich wirklich, wem ist der deutsche Landwirtschaftsminister verpflichtet? Einem Konzern in der USA oder seinen Wählern? Ist es nicht Ihre ureigenste Aufgabe als Minister, für den Bereich, der die Lebensmittel der Bevölkerung erzeugt, dafür zu sorgen, dass die Verwendung von Giften definitiv ausgeschlossen wird? Muss erst die Giftigkeit nachgewiesen sein oder muss der Hersteller nachweisen, dass sein Mittel definitiv nicht giftig ist? Das Letztere wäre wohl richtig, aber diesen „Nachweis“ führt der Hersteller vermutlich darin, dass er das mit der Prüfung der Mittel beauftragte Gremium auf seine Weise betreut und auch weiß, wie der mit Politikern umgehen muss.

 

Wenn ich den zweiten Absatz auf Ihrer Internet-Seite lese, der unter anderem die Worte beinhaltet:

 

 

 

Deshalb setze ich mich vor allem für eine gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln … ein

 

fordere ich Sie auf, der hehren Absicht konkretes Handeln folgen zu lassen.

 

Wir reden im Übrigen hier nur über Glyphosat. In diesen Tagen habe ich aber auch ein Photo von einem Rebstock erhalten, der mit „Shark“ behandelt worden ist und mir ist übel geworden.

 

Dies alles seit Jahren geduldet von Agrarministern. Da weiß man wirklich nicht mehr, welche Partei noch wert ist, gewählt zu werden.

 

Ich werde dieses Schreiben an Sie auf meiner Internet-Seite

 

Glyphosat-am-Wein

 

dokumentieren. Sofern Sie antworten möchten, teilen Sie mir bitte mit, ob ich dies ebenfalls veröffentlichen darf.

 

Mit freundlichen Grüßen an die Aisch

 

Heinz Elflein

 

 

Zusatz vom 24.07.2016:

Der Herr Minister hat nicht geantwortet. Hätte mich auch gewundert, wo ihm doch offensichtlich Argumente fehlen.

 

vorzeitiger Abgesang, der Mohr Schmidt darf bald gehen

Zusatz vom 29.12.2016:

 

Ich denke, die letzten Tage des Herrn als Minister dürften eingeläutet sein. Er beschäftigt sich intensiv mit Nebensächlichkeiten, offenbar um sein Ansehen zu stärken und sich etwas bekannter zu machen. Eine Einschätzung, die nicht von mir stammt.

 

Sein Vorstoß, vegane Lebensmittel dürfe man nicht Schnitzel nennen, wird allgemein belächelt. In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 28.12. wird er regelrecht niedergemacht.

 

Nicht, dass er mir persönlich unsympathisch wäre. Nur, seine Entscheidungen werden weiter wirken, auch wenn er lange nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun haben darf. Außer vielleicht, seinen Rasen zu mähen.

 

Sein Eintreten für Glyphosat werde ich ihm allerdings nie verzeihen.

Jetzt kommt es aber dick im Netz:

 

Schmidt-und-viel-spott-im-netz/

 

 

Der Minister  und der Genuss

 

 

Ich habe ich ein Bild gesehen, das Minister Schmidt abbildet, als er sich auf der Genuss-Messe in Bad Windsheim befand. Veröffentlicht vom Magazin „Nordbayern“. Dort hat der Minister, den ich eigentlich nur noch als Glyphosat-Minister bezeichnen möchte, sozusagen Heimrecht. Obwohl – den Begriff Nordbayern finde ich nicht so gut, wenn man eigentlich Franken meint. Denn Nordbayern ist nur Franken und a bisserla Oberpfoiz.

 

http://www.nordbayern.de/region/bad-windsheim/mittel-zum-leben-erste-genussmesse-in-bad-windsheim-1.6123804

 

Wenn nun die Nürnberger Nachrichten in Form des Online-Magazins „Nordbayern“ von der Genuss-Messe in Bad Windsheim, die in den Räumen der Kur-, Kongress- und Touristik GmbH stattfindet, berichtet, hoffen wir doch zunächst einmal, dass sich Heunisch an diesen Tagen zurück hält und erst wieder anfängt zu stinken, wenn die Honoratioren weg sind. Wo bliebe denn der Genuss, wenn es nach verbrannten Reifen stinkt. Das sollte man Honoratioren nicht zumuten. Eigentlich den Bewohnern der Stadt auch nicht, aber das ist dem Glyphosat-Minister und seinen Parteifreunden vermutlich nicht so wichtig. Die Chancen für Luftreinheit stehen aber ganz gut, weil die Veranstaltung am Wochenende stattfindet.

 

Ich finde das wirklich etwas witzig. Der Glyphosat-Minister und Genuss. Das passt für mich nicht so richtig zusammen. Es wäre aber gemein von mir, wenn ich nun behaupten würde, Herr Schmidt habe nicht überprüft, ob es bei den Produkten, die er mit vorstellt, Gifteinsatz gegeben hätte.

 

Zitat aus „Nordbayern“:

 

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat bietet die "Genussmesse" am Samstag, 13. Mai, von 11 bis 17.30 sowie tags darauf von 10 bis 17.30 Uhr einen Überblick über die wohl für manch einen der zahlreich erwarteten Besucher überraschende Vielfalt der erstklassigen Produkte aus der Region. Diese präsentieren knapp 50 Aussteller mit "wilden Früchten", scharfen Sirups und deftigen Wurst- sowie Käseorten ebenso wie mit fruchtigen Weinen und vielem anderem mehr.“

 

Also, ich bin felsenfest davon überzeugt, die Produkte, die im Mai in Bad Windsheim vorgestellt werden, sind sauber und erstklassig. Das meine ich ehrlich, überhaupt nicht polemisch. Wenn Sie mich jetzt fragen, warum, kann ich nur sagen, ich traue den Herstellern. Politikern der CSU weniger.

 

Heinz Elflein

10.05.2017

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