Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Metzger in NRW

Michael Löffler in Neuss

Metzgermeister Michael Löffler mit Mutter

Michael Löffler hat sich große Mühe gegeben, die fränkische Bratwurst nach dem Originalrezept herzustellen. Längere Zeit war es offenbar ein Verkaufsschlager. Dann verschwand sie aus dem Angebot. „Hier im Rheinland mag man Majoran nicht“, war die Begründung. Als er sie dann wieder machte, ohne Majoran, also nach der katholischen Art, wie am Main, habe ich sie nicht mehr gekauft. In diesen Tagen hat er sie wieder, natürlich mit Majoran, nach der evangelischen, mittelfränkischen Art. Sie ist nun perfekt wie nie und auch nicht so versalzen, wie die Originale, wo man offensichtlich beim Bändeldarm etwas zu viel des Guten tut, so dass sie vorgebrüht werden müssen.

Für mich ist er nun der Bratwurstkönig nördlich von Franken, dazu brauche ich kein weiteres Gremium.

 

Allerdings öffnet Michael Löffler nur Dienstags und Freitags. Bis zum frühen Nachmittag.

Fleischerei Erkes in Glehn

Die Fleischerei Erkes in Korschenbroich-Glehn ist ja wahrlich keine Neuentdeckung für Kenner. Dass wir nie da gewesen sind, lag eher daran, dass wir keinen Grund gesehen haben, uns zum Einkaufen ins Neusser Hinterland zu begeben. Was sicher ein Fehler war. Keineswegs Überheblichkeit des Städters. Nachdem sich aber die Hinweise mehrten:

 

a) mein Bruder,

b) Erkes ist Lieferant eines bekannten Restaurants,

 

haben wir dann doch unseren Silbergrauen am 18.01.2017 dorthin gelenkt. Und direkt für 80€ eingekauft. Worauf sich zuhause direktemang etwas anschloss, was Marianne als deutsches Antipasti bezeichnete. Mit Pils und Kölsch und Wachholder, anschließend mit einem Rose.

Wer zufällig dort vorbei fährt und so blauäugig ist, wie wir es waren, denkt sich, naja Dorfmetzgerei, na und? So ist das halt.

 

Geht man hinein und kann den Blick von den Auslagen lösen, fällt auf, dass die Wände voller Plakate des Magazins Der Feinschmecker hängen. Erkes gehört danach zu den 500 besten Fleischern in Deutschland. Man beachte die gewisse Konkretisierung.

So standen wir nun vor dem Glehner Landschwein in appetitlichen Portionen, wovon wir eineinhalb mitnahmen. Das Glehner Landschwein ist eigentlich ein Schwäbisch-Hällisches Landschwein. Aha, ein Eichelschwein, meinte ich vorlaut. Weil ich die aus Unterfranken kenne (hier nachzulesen). Nein, meinte die Verkäuferin, damit werden sie zu fett.

 

Egal, die Fleischerei Erkes hat noch andere Spezialitäten, auf die ich hier nicht besonders eingehen will. Steht ja alles auf der Internet-Seite.

Jetzt haben wir in Korschenbroich eine Einkaufsquelle mehr, neben den bewährten Fischgeschäften.

 

Weil Glehn auf dem Lande liegt, ist die Metzgerei von 12:30 bis 14:30 zu.

 

Heinz Elflein

18.01.2017

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