Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Korschenbroich

 

Korschenbroich liegt kurz vor Mönchengladbach und hat eigentlich in der Rubrik „Düsseldorf und Umgebung“ wenig zu suchen, wenn man das aus Düsseldorfer Sicht sieht, für die der Ort schon „Ostholland“ ist. Vor allen Dingen, wenn man die Fortuna-Brille trägt. Die ich zwar auch aufhabe, aber meine kulinarische Sichtweise lässt mich gerne ins Hannen-Center fahren. Hannen ist ein Altbier, das auch Düsseldorf für sich reklamiert, manchmal nicht wissend, dass es aus Korschenbroich stammt. Wobei mir persönlich nicht bekannt ist, wo die Braukessel stehen.

 

Wir haben uns schon lange animieren lassen, zu „Corry“ zu fahren, des frischen Fisches wegen und weil wir in einer Großstadt wie Neuss wenig haben, was man als adäquat einstufen könnte.

 

Der Käseladen daneben hatte immer geschlossen, wenn wir da waren, was daran lag, dass wir immer Mittwoch-Nachmittag angefahren sind. Das machen wir jetzt nicht mehr. Wir fahren jetzt Donnerstags und kaufen dann bei Corry Fisch und hinterher in „Weegers Käselädchen“ bei Uwe Kleinekathöfer.

 

Fisch in Korschenbroich

Aus dem „Fischmagazin“

 

Im Herbst 1995 eröffnete im niederrheinischen Korschenbroich "Corrys Fischecke" - entsprechend kann Inhaberin Cornelia Haasnoot-Schumacher jetzt ihr 20-jähriges Jubiläum begehen. Fünf Tage die Woche, von Dienstag bis Sonnabend, öffnet die 54-Jährige mit holländischen Wurzeln ihr Geschäft im Hannen-Center im Zentrum der Mittelstadt. Dort zählt sie zu jenen Mietern, die am längsten am Standort vertreten sind, schreibt die Rheinische Post (RP) Online. Neben 14 verschiedenen hausgemachten Salaten verkauft "Corry" täglich ab 9:30 Uhr auch Seefisch und Geräuchertes. "Ohne meine Stammkunden wären es wohl keine 20 Jahre geworden", lobt Cornelia Haasnoot-Schumacher ihre Kundschaft. Schon ihr in den Niederlanden geborener Vater betrieb ein Fischgeschäft im nahen Kleinenbroich und ihr Großvater hatte in Köln, eine knappe Autostunde südöstlich, eine eigene Räucherei. Sie selber will noch weiter machen: "Fünf Jahre auf jeden Fall noch."

 

Da habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Außer, dass der Fisch so frisch ist, als wäre er soeben aus der Nordsee gezogen worden.

 

Heinz Elflein, 23.03.2016

 

 

Zusatz vom 26.10.2017

 

Als wir kürzlich auf den Parkplatz eines Romantikhotels in Franken einfuhren, stand da eine Kavalkade von Mercedes-Oldtimern, eines davon trug das Kennzeichen „NE“. Der Besitzer wohnt in Korschenbroich und kauft seinen Fisch natürlich bei Corry. Hätten wir auch nicht anders erwartet.

 

Heute durfte ich zur Aufwertung dieser Internet-Seite ein Foto bei Corry machen. Sicherheitshalber habe ich zweimal auf den Auslöser gedrückt. Ein Foto wirkt lustig, das andere fröhlich-geschäftsmäßig.

 

Ich zeige Ihnen hier das lustige Bild. 

Die charmanten Damen bei Corry

Käse in Korschenbroich

Am 14. September 2012 berichtete die Rheinische Post vom „Ersten Käse Sommelier in Korschenbroich“, Gottfried Weeger.

 

Seit 2014 führt Uwe Kleinekathöfer, der Mann mit der Riesenmütze „Uwes Käselädchen“. Die Art und Weise, wie man vorher in Essen mit ihm umgegangen ist, kann man hier im Internet nachlesen:

 

https://www.waz.de/staedte/essen/wie-die-umweltzone-in-essen-einem-markthaendler-zusetzt-id8298456.html

 

https://www.derwesten.de/staedte/essen/umweltzone-haendler-gibt-kampf-auf-id9050976.html

 

Da kann man ihn nur beglückwünschen, in Korschenbroich eine neuen Lebensgrundlage für sich und seine Passion gefunden zu haben. Ich zitiere ich aus dem Magazin „In“:

 

Der mehrfach als „Artisan Fromager“ ausgezeichnete Kä­sehändler führt das Geschäft der Korschenbroicher „Käse Legende“ Christa Weeger bereits seit einem Jahr erfolgreich weiter und versorgt die Korschenbroicher mit seinem außergewöhnlichen Angebot an charaktervollen Käsesorten, liebevoll zubereiteten Käseplatten, Präsentkörben und echten Raritäten – also alles, was sich dem Diktat des Gefälligen und Mittelmäßigen entzieht. Durchschnittliche Supermarktware sucht man hier glücklicherweise vergeblich.

Nicht umsonst gehört Uwe Kleinekathöfer zu den besten Käsehändlern in Deutschland (ausgezeichnet durch „Der Feinschmecker“) und so pflegt er seit über 40 Jahren Kontakte zu Bauern, Bergsennereien und den besten Käse-Veredelungsspezialisten, um den weltbesten Käse z.B. aus Frankreich, den Niederlanden und, man höre und staune, den USA und Großbritannien aufzuspüren. Den passenden Wein-Tipp gibt es gleich dazu.


 

Uwe Kleinekathöfer

Meine Wenigkeit, der ich nicht gerade ein Käsefanatiker bin (als Junge habe ich den Stinkkäse immer unbemerkt im Beisein der Eltern in der Hosentasche versenkt, bis mich Großvater verraten hat), war total hingerissen vom Käse mit Tartuffo. Kann mich aber auch mit den sonstigen Sorten anfreunden, die Marianne aussucht und diese dann mit einem Glas Rotwein verkäsematuckeln. In der Zeit nach meinen Jugendsünden musste Käse immer Löcher haben, bevor ich ihn akzeptierte.

 

Was mich noch umtreibt und was ich unbedingt herauskriegen muss, ist, warum trägt Uwe Kleinekathöfer diese Riesenmütze. Habe so etwas noch nie gesehen. Auch bei den Schweizer Alm-Ödis nicht. Auf Befragen bekam ich eine ausweichende Antwort. Muss ich halt noch einmal fragen. Vielleicht eine Spur devoter.


 

Heinz Elflein

26.10.2017

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