Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Chemische Abfälle auf dem Acker

Im Muschterländle

Ein Text der FAZ. Das von den Grünen geleitete Umweltministerium wiegelt ab.

 

Ich frage mich, warum man sich noch darüber wundert, dass so viele Leute von Darmkrebs befallen werden.

 

04.09.2016

"Der Verbraucher soll nicht erfahren"

"woher die Erdbeeren stammen"

Auszüge aus dem Artikel

Auszüge, teilweise aus dem Zusammenhang gerissen:

 

 

 

...Die Behörden in den Landkreisen Baden-Baden und Rastatt entdecken immer neue Felder, die mit PFC verseucht sind. Inzwischen sind es mehr als 400 Hektar Land.

 

...Vor drei Jahren wurden diese Substanzen erstmals auch in einem Wasserwerk nachgewiesen. Seither ist in Mittelbaden nichts mehr wie zuvor. Wie sie ins Trinkwasser gelangen konnten, wird die Gerichte noch über Jahre beschäftigen.

 

...Derzeit schwappt die PFC-Brühe unter einem Stadtteil Bühls.

 

...Und mit dem Grundwasser verteilen sich die Chemikalien weiter.

 

...In Mittelbaden blüht die Landwirtschaft. Spargelstangen gedeihen hier, Erdbeeren und Mais. Es ist inzwischen ein bisschen wie in Tolkiens Auenland: schön, aber nicht geheuer. Mindestens 400 Hektar Ackerboden gelten mittlerweile als PFC-verseucht. Die Pflanzen, die darauf wachsen, nehmen die Substanzen unterschiedlich auf.

 

...Die Chemikalien sickern unaufhaltsam ins Grundwasser. Ausgerechnet in einer Region, in der Einwohner normalerweise vom Wasserreichtum profitieren. Denn tief unter Rastatt und Baden-Baden strömt der verzweigte Oberrhein-Aquifer, einer der größten unterirdischen Flüsse Europas, in Richtung Norden.

 

...Mit PFC verunreinigtes Wasser ist bereits unbemerkt in Haushalte und Betriebe geflossen, sprudelte dort als Trinkwasser aus den Hähnen.

 

...Trotzdem muss man sich fragen, ob die zuständigen Beamten und Politiker immer korrekt und im Interesse der Bevölkerung gehandelt haben. In welcher Version die Geschichte des PFC auch erzählt wird – sie bezeugt in vielerlei Hinsicht politisches Versagen.

 

...Dazu gehört, dass der Landwirtschaftsbetrieb um jeden Preis aufrechterhalten werden sollte. Bauern dürfen bis heute auf verseuchten Äckern unter bestimmten Auflagen Obst und Gemüse anbauen.

 

...Fazit: PFC-verseuchte Böden seien grundsätzlich „für die Erzeugung von Lebensmitteln problematisch beziehungsweise nicht geeignet“. Da waren Spargel, Erdbeeren und Salate längst verzehrt.

 

...Riskant bis fahrlässig war jedenfalls die Entscheidung, kontaminierte Feldfrüchte einfach auf den Feldern zu lassen und unterzupflügen. Auch ist es gängige Praxis, dass belastetes Getreide als Verschnitt an Tiere verfüttert wird. Denn damit bleiben die Chemikalien im Kreislauf.

 

...Wieso der Anbau auf den belasteten Flächen nicht verboten wird, bleibt rätselhaft. Stehen die Landwirte unter besonderem Behördenschutz?

 

...Ein Bauer, der anonym bleiben will, berichtet von regelmäßigen Treffen der Landwirte mit Vertretern des Regierungspräsidiums und des Landratsamtes. Im Gegensatz zu anderen Informationen dringe davon nichts an die Öffentlichkeit: „Hier scheut man wohl die Reaktion der Verbraucher“, sagt er. Vielleicht fürchtete man auch den Imageschaden, als die Behörden entschieden, dass Verbraucher nicht erfahren sollen, ob dieser oder jener Spargel von einem PFC-belasteten Acker stammt. Datenschutz scheint dann doch wichtiger zu sein als Verbraucherschutz.

 

...Doch auch das baden-württembergische Umweltministerium sieht bisher keinen Anlass, sofort etwas gegen die Verseuchung des Grundwassers zu tun. Die bisherigen Untersuchungen hätten ja gezeigt, dass „aufgrund der komplexen Belastungssituation und der außergewöhnlich großen betroffenen Fläche leider keine geeigneten Sofortmaßnahmen zur Verfügung stehen“, teilt das Ministerium mit.

 

...Dort heißt es ja nach wie vor, das Trinkwasser sei sicher. Der Baden-Badener Bürgermeister Geggus teilt in einer Mail mit, dass keine akute Gefahr drohe. Höchstens langfristig könne „eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden“, schreibt er.

Zur offiziellen Einschätzung befragt, ringt Kaspryk sichtbar um Fassung und setzt mehrfach an, bevor er weiterspricht. Die Star-Energiewerke, sein Arbeitgeber, gehören der Stadt Rastatt, im Aufsichtsrat sitzt der Oberbürgermeister. Er fühlt sich nicht ohne Grund unter Druck.

Mein Kommentar

Was fällt mir auf ?

 

Immer wenn so etwas passiert, beginnen die großen Vertuschungs- und Beschwichtigungsorgien.

Behörden und öffentliche Stellen tun sich dabei besonders hervor. Und unsere Politiker, gleich welcher Coleur. Das sind die Allerschlimmsten, sie fürchten um ihren Einfluss.

 

Es wird vertuscht, gelogen, abgewiegelt. Alles mit dem Ziel, der Öffentlichkeit Wahrheiten und abzuleitende Konsequenzen zu verheimlichen. Was sich natürlich nicht durchhalten lässt , weil man so etwas – Gott sein Dank – nicht auf Dauer unterdrücken kann.

 

Hohn und Spott empfinde ich für „Die Grünen“. Jetzt, wo sie in Baden-Württemberg in der Verantwortung sind, versagen sie genau so wie vorher meinetwegen CDU und SPD. Natürlich sind sie nicht Schuld daran, dass das Gift auf den Äckern gelandet ist. Sie sind aber hauptschuldig daran, wie hinterher damit umgegangen wurde.

 

Das Schlimmste daran ist, dass vergiftete Feldfrüchte bereits in den Mägen der Konsumenten gelandet sind. Und dass das vergiftete Grundwasser weiter den gleichen Weg finden wird. Weil die Politik nicht weiß, wie sie mit dem Problem umgehen soll. Oder weil es Geld kostet, zu heilen, was andere wegen Geldgier kaputt gemacht haben.

 

Über allem steht der Profit.

 

Wenn Leute irgendwann an den Chemie-Cocktails regelrecht verrecken, stört das niemand.

 

06.09.2016

 

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