Elfleins kulinarische Bemerkungen
Elfleins kulinarische Bemerkungen

Nella terra del tartufo bianco

Piemont Turin, Alba, die Langhe

.....

Dann kamen die Tagliolini und den kleingläubigen Enzo Frederico aus Germania riss es fast vom Stuhl und es kamen fast Tränen, als ich der Tochter des Hauses mitteilte, noch nie in meinem schon sehr langen Leben bessere Tagliolini verspiesen zu haben. Das hat auch sie glücklich gemacht. Sie erzählte uns, dass die Nudeln nach ihrem Großvater benannt sind, der hier 1936 als Bootsbauer das Refugium gegründet hat.   Warum waren die Taglioloni so gut? Weil das eine Pasta ist, die nicht nur nach Teig schmeckt, sondern ein Aroma hat. Selbst gemacht, naturalmente. Und ich frage mich, warum können das die vielen anderen Teigkneter nicht?....

..Welcher Führer nun den entscheidenden Hinweis gegeben hat, kann ich im Nachhinein nicht mehr nachzvollziehen. Signora Slvana Manzone war so freundlich, uns das Anwesen und auch die Zimmer zu zeigen. Der Blick aus Zimmer 5 ist ja atemberaubend. Weinberg-Panorama pur und ganz unten liegt Sinio. Seinerzeit fassten wir den Entschluss, hier mal einige Tage zu bleiben. Begünstigt durch die Tatsache, dass Signora Silvana auch kocht. Wann hat man schon die Gelegenheit, von einer italienischen Köchin in einem Weingut verwöhnt zu werden…….

Pasta und Palio, Alba2011.pdf
PDF-Dokument [571.4 KB]

...Der Comissario hatte noch nie in seinem Leben eine bessere Torta di Nocchi (Nusstorte) gegessen. Gebacken hatte sie die Witwe des Trüffelsuchers, der – während er gerade ein wunderbares Exemplar des weißen Tartufo aus grub - durch einen Schuss in den Rücken vom Leben zum Tode befördert wurde. Als Todesschütze stellte sich der Bruder der Witwe heraus, was den Geschmack der Torte in keiner Weise beeinträchtigte. Warum der Bruder seinen Schwager erschoss ? Naja, Familiengeplänkel um ein Darlehen, das der Mörder nicht zurückzahlen konnte oder wollte, der wertvolle Trüffelsuchhund, der als Pfand für das Darlehen innerhalb der Familie den Besitzer wechselte und der Neid, weil der Schwager ein anerkannter und berühmter Trüffelsucher war. So Michael Böckler, freiberuflicher Journalist und Autor des Kriminalromans „Tödlicher Tartufo“. ……

 

Das war 2008

Piemont.pdf
PDF-Dokument [7.1 MB]

……..Es gab keine Speisekarte und wir harrten der Dinge, die nun auf uns zukommen würden. Es gab auch keine "offenen" Weine und das sollte – für uns - kurzzeitig zum Problem werden, denn zur Vorspeise paßte kein Rotwein und zur Hauptspeise kein Weißwein, wie wir meinten. Kein Problem jedoch für die pragmatischen Astiani. Selbstverständlich wurde zunächst eine Flasche Weißwein (Gavi) geöffnet, die wir halb ausgetrunken noch eine Weile stehen ließen. Als zum Hauptgang die Flasche Barolo von 1993 serviert wurde, kam der Gavi in den Kühlschrank. Dort standen schon etliche angebrochene Flaschen. Höhepunkt des Menüs war zweifellos der Moment, als der Wirt den weißen Trüffel über die Pasta hobelte und uns der Duft streng-markant in die Nase stieg. Der Wirt stürzte mich dann allerdings in außergewöhnliche Verlegenheit, als er plötzlich englisch sprechen konnte. "The name is Viagra", meinte er vieldeutig lächelnd und zog mit dem Rest der Knolle davon…….

Das war schon 1998

Barbaresco e Tartufo.pdf
PDF-Dokument [684.3 KB]

La bella Trifulera

Wann küsst Du uns wach....

schöne Trüfflerin?

Italiens Schlaraffenland heißt Langhe e Roero. Es ist eine märchenhaft schöne Landschaft im Piemont, eine Schatzkammer für Feinschmecker voller Trüffel aus Alba, Weine aus Barolo, Schokoladenküsse aus Cherasco. Am prallsten gefüllt ist sie im Winter. .......

Ein Artikel von Jakob Strobel y Serra, FAZ, 28.01.2016

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Heinz Elflein

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.